Am Himmel · 3 Min. Lesezeit ·

Orioniden 2026: Sternschnuppen in der Nacht auf den 22. Oktober

Staub vom Halleyschen Kometen, 66 Kilometer pro Sekunde schnell. Der Mond stört in diesem Jahr, die Stunden vor der Dämmerung lohnen sich trotzdem.

Einmal im Jahr fliegt die Erde durch den Staub, den der Halleysche Komet auf seiner Bahn zurückgelassen hat. Was davon in die Atmosphäre fällt, sehen wir als Sternschnuppen, und weil sie aus der Richtung des Orion zu kommen scheinen, heißen sie Orioniden. In diesem Jahr ist es in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober so weit.

Was am Himmel geschieht

Die Orioniden sind 2026 vom 2. Oktober bis zum 7. November aktiv. Ihr Maximum erreichen sie in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober. Unter dunklem Himmel sind dann 10 bis 20 Sternschnuppen pro Stunde zu erwarten, schreibt die NASA. Die American Meteor Society nennt dieselbe Zahl für ein normales Jahr und erinnert daran, dass es Ausnahmejahre mit 50 bis 75 pro Stunde gab, zuletzt von 2006 bis 2009.

Die Teilchen stammen vom Kometen 1P/Halley und treffen mit 66 Kilometern pro Sekunde auf die Atmosphäre. Deshalb sind Orioniden schnell und hell. Manche ziehen eine Leuchtspur hinter sich her, die Sekunden bis Minuten stehen bleibt. Der Punkt, aus dem sie zu kommen scheinen, liegt knapp nördlich von Beteigeuze, dem rötlichen Schulterstern des Orion.

Wann du am meisten siehst

Die NASA rät zu den Stunden nach Mitternacht, weit weg von Stadt und Straßenlaternen. Leg dich auf den Rücken, gib deinen Augen eine halbe Stunde Zeit, und schau nicht direkt auf den Orion, sondern 45 bis 90 Grad daneben. Dort erscheinen die Spuren länger.

In diesem Jahr steht ein zunehmender Mond am Himmel. In der Nacht zum 22. Oktober ist er nach unserer Rechnung zu etwa vier Fünfteln beleuchtet. Die American Meteor Society rechnet deshalb mit deutlicher Störung, solange der Mond über dem Horizont steht. Die helleren Sternschnuppen siehst du trotzdem, und die dunkelsten Stunden sind die letzten vor der Morgendämmerung, wenn der Mond tief steht oder schon untergegangen ist.

Was der Himmel sonst gerade tut

Der Mond steht in dieser Nacht in den Fischen. Die Sonne ist am Ende der Waage und wechselt am 23. Oktober in den Skorpion. Venus läuft noch bis zum 14. November rückwärts, was das bedeutet, steht in Venus rückläufig 2026. Und am 24. Oktober wird auch Merkur rückläufig. Zwei Tage später, am 26. Oktober, folgt der Vollmond im Stier.

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Und astrologisch?

Ehrlich gesagt: Sternschnuppen haben in der Astrologie keine feste Bedeutung. Sie stehen in keinem Horoskop, und wer dir etwas anderes erzählt, erfindet es. Dass man sich bei einer Sternschnuppe etwas wünscht, ist Volksglaube, viel älter als jedes Horoskop.

Ich mag den Brauch trotzdem. Ein Wunsch, den du in den zwei Sekunden einer Sternschnuppe sagen kannst, ist einer, den du wirklich kennst. Und ein Mond in den Fischen ist nach alter Lesart eine gute Nacht dafür: still, nach innen gewandt, ohne Publikum.

Quellen

Daten zum Himmel sind mit einer Ephemeride gerechnet oder stammen aus den genannten Quellen. Die Deutung ist astrologische Tradition und dient der Unterhaltung.

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